James Kakande wurde am 22. Januar 1974 in Manchester, England geboren. Bereits während seiner frühen Schulzeit schenkte er sich gelegentlich die Mathestunde, um heimlich auf dem Schulklavier zu spielen. Diese frühe Liebe zur Musik führte später auch dazu, dass er der Schule verwiesen wurde, als er versuchte, das Klavier am hellichten Tag zu klauen.
Nachdem es mit dem Klavier nicht so geklappt hatte, wollte James unbedingt eine Gitarre haben. Er bettelte so lange, bis seine Mutter schließlich nachgab und ihm das Ersehnte kaufte. Die Freude hielt jedoch nur so lange, bis seine Mutter, genervt von James wilden Versuchen, das Instrument zu beherrschen, die Gitarre auf seinem Rücken zerschmetterte. Was zum Glück weder bleibende Schäden bei ihm, noch bei dem Verhältnis zu seiner Mutter hinterließ.
James’ kreative Energie war und ist so immens und für ihn selbst überwältigend, dass sein einziges Ventil das Reisen und das Songwriting ist „Das Reisen gibt mir Inspiration, ich glaube das dort einer der Schlüssel zum Leben liegt. Man kann auf Reisen zumindest sehr schön darüber reflektieren, wer man selber ist“. James Kakande ist ein sehr talentierter, nahezu avantgardistischer, lebenslustiger und sehr zugänglicher Künstler, der fünf Instrumente (Gitarre, Bass, Klavier, Schlagzeug, etwas Trompete) beherrscht und der viele seiner Reiseerfahrungen zu sehr persönlichen und poetischen Texten verarbeitet.
An einem kalten Februartag, auf Anraten eines guten Freundes aus Deutschland, nahm James seine kleine rote Tasche und machte sich auf zu Peppermint Jam Records, um dort Mousse T. aufzusuchen. Zu diesem Zeitpunkt lebte James in Paris und schlug sich als Straßenmusiker durch. Er verkaufte für diesen Trip seine Gitarre, um wenigstens ein paar Kröten in der Tasche zu haben und per Anhalter ging es nach Hannover. Nach einer 30stündigen Reise kam er schließlich erschöpft und unangekündigt im Peppermint Pavillon an. Die 4stündige Wartezeit, bis Mousse T. sein 4-Song Demo anhörte, verbrachte er damit, dass er im gesamten Umfeld erstmal ausgelassen seine gute Laune versprühte.
Was Mousse T. dann hörte, beeindruckte ihn so sehr, dass er James fragte, ob er den Song “Just Look At Us Now” für sein fast fertiges “All Nite Madness” Album nehmen und produzieren dürfte. Sichtlich erleichtert antwortete James „Na klar darfst Du!“.
Just Look At Us Now” ist ein gefühlvoller Song im (Walzer-)Takt und handelt von Charlie Chaplin, der nach seinem allerletzten Auftritt in seiner Garderobe nachdenklich in den Spiegel schaut. Dieser Song war nicht nur ein kleiner Vorgeschmack auf James’ musikalisches Können sondern gepaart mit seiner quirligen und extrem sympathischen Art, wurde er bei Peppermint Jam Records auch unter Vertrag genommen.
Während er zwischen Hannover und Barcelona, wo er auch seine eigenen Shows spielt, hin und her pendelte, nahm er in den Peppermint Studios sein Album „Little Red Bag“, was 2006 erscheinen wird, auf. Was da aus der „kleinen roten Tasche“ an Songs herausgekommen ist, kann man nur als gute Laune pur beschreiben. Die Raggae- und Jazz beeinflussten Songs, die leichte Instrumentierung mit meist akustischer Gitarre oder Bläsern und die Texte, alle von James geschrieben, machen dieses Album zu einem unverzichtbareren Mitbringsel für jede Sommerparty.
Auftakt macht das gut gelaunte „Twisted Sister“ das schnell die Gehörgänge erobern wird, „Raindance“ kann man nicht nur beim Sommerregen hören, „Make Up“ zeigt, dass Natürlichkeit wieder IN ist und „Heaven“ ist zum tanzen am Lagerfeuer einfach perfekt.
Die erste Singleauskopplung „You You You“ (VÖ 15.08.05) avanciert schon jetzt nicht nur in den Peppermint Studios zu einem absoluten Sommerhit, da hat noch nicht einmal das Wetter Auf- und Ab
eine Chance. Als ob die Sonne gleich mit durch die Boxen kommt, versetzt der Song mit seinen Reggae Elementen und klaren Akkorden, jeden in Tanzlaune.
Demnächst wird James auch wieder seine kleine rote Tasche packen und für ein paar Konzerte nach Deutschland kommen.